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VORTRAGSREIHE *

Islamischer/islamistischer Anisemitismus

Dr. Matthias Küntzel


Mo 11. Oktober 2021 | 19 Uhr Jüdisches Gemeindehaus Fasanenstraße 79-80, 10623

Eintritt: frei | Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Alle Umfragen der letzten Jahre belegen, dass Antisemitismus unter den 15 bis 22 Millionen Muslimen in Europa stärker verbreitet ist als unter Nicht-Muslimen. So sind auch 2018 für 41 Prozent der Juden in Deutschland die schwerwiegendsten antisemitischen Belästigungen von »jemandem mit extremistisch muslimischer Orientierung« ausgegangen. Wie in der Gesamtbevölkerung artikuliert sich Antisemitismus auch bei Muslimen über Verschwörungsmythen, in Verbindung mit Israel oder als Leugnung des Holocaust. Darüber hinaus gibt es eine Form von Judenhass, die allein unter Muslimen kursiert: der islamische Antisemitismus. Dieser Begriff bezieht sich weder generell auf den Islam, dessen Texte auch pro-jüdische Passagen enthalten, noch pauschal auf die Muslime, von denen nicht wenige Antisemitismus ablehnen. Er bezieht sich auf eine spezifische Ausprägung von Judenfeindschaft, die sich aus dem islamischen Antijudaismus des 7. Jahrhunderts (der Zeit Mohammeds) und dem europäischen Antisemitismus des 19. Jahrhunderts speist. Hier vereinen sich die negativsten Judenbilder aus Christentum und Islam und verstärken sich wechselseitig eine spezielle Form von Judenhass, die unter maßgeblicher Beteiligung der nationalsozialistischen Propaganda entwickelt und in der arabischen Welt massenhaft verbreitet wurde. Der Erfolg dieser Propaganda wirkt nach: Der islamische Antisemitismus entfaltet auch heute noch sein destruktives Potential. Der Vortrag informiert auch über Kennzeichen, Geschichte und Möglichkeiten seiner Bekämpfung.

DR. MATTHIAS KÜNTZEL ist Politikwissenschaftler und Historiker sowie Politiklehrer an einer Hamburger Berufschule. Er ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik

* »Antisemitismus – Woher, weshalb, wohin? Dem Judenhass auf den

Grund gehen« ist eine Vortragsreihe des Förderkreises »Denkmal für die

ermordeten Juden Europas e.V.«, der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und

der Moses-Mendelssohn-Stiftung Berlin, im Rahmen des Festjahres 2021

»1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland«

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