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Vergessene jüdische Architekten:
Marie Frommer

Jüdische Gemeinde Oranierburger straße 29 | 10117 Berlin Repräsentantensaal | 10,-/8,-
Die Architektin Marie Frommer wurde 1890 in Warschau geboren und begann 1911 an der TH Charlottenburg das Studium der Architektur als eine von drei Frauen unter 353 Studienanfängern. Nach einem Aufbaustudium promovierte sie und war 1919 die erste Architektin mit Doktorgrad in Deutschland überhaupt.
Als selbstständige Architektin in Berlin plante sie Läden, Waren- und Geschäftshäuser, Banken, Bürogebäude und ein Hotel. Der Vortrag zeichnet Frommers Leben und Werk vor und nach ihrer Emigration 1936 nach Großbritannien und 1939 in die USA nach. In New York arbeitete sie mit eigenem Büro und zählte schon 1948 zu den zehn bekanntesten weiblichen Architektinnen des Landes.

Dr. Brigitte Jacob, Architektin und Bauhis- torikerin, Studium der Architektur in Berlin und Delft, 1999 bis 2014 Dozentin für Bau- geschichte und Architekturtheorie an der Beuth Hochschule für Technik Berlin. Seit 2001 Dozentin an der Staatlichen Techni- kerschule Berlin, Fachbereich Bautechnik. Forschungsschwerpunkt ist die Architektur und Stadtgeschichte des 19. und 20. Jahr- hunderts.
Vergessene jüdische Architekten:
Rudolf Hamburger

Jüdische Gemeinde Oranierburger straße 29 | 10117 Berlin Repräsentantensaal | 10,-/8,-
Im Leben von Rudolf Hamburger (1903–1980) spiegeln sich die poli- tischen und gesellschaftlichen Ver- werfungen des 20. Jahrhunderts. Er studierte unter anderem bei Hans Poelzig in Berlin und ging nach der Weltwirtschaftskrise 1930 nach Shanghai, wo er drei große Bauten realisierte – ein Schwesternheim, eine Schule und ein Gefängnis.
Seine Frau Ursula begann in dieser Zeit für den sowjetischen Geheimdienst zu arbeiten. Das brachte Rudolf nach Polen und in die Schweiz, von wo er 1939 allein nach China zurückkehrte. Damit begann eine Odyssee durch chinesische, persische und sowjetische Gefängnisse, bevor er 1955 aus dem GULAG in die DDR zurückkehren konnte. Dort verewigte ihn Brigitte Reimann im Roman »Franziska Linkerhand« in der Figur des Landauer, der beim Aufbau von Hoyers- werda an der sozialistischen Realität verzweifelt.

Dr. Eduard Kögel studierte an der Univer- sität Kassel, promovierte an der Bauhaus- Universität Weimar und war wissenschaft- licher Mitarbeiter an der TU Darmstadt. Er trägt als freier wissenschaftlicher Berater, Forscher, Projektleiter und Kurator zu Dis- kursen über Architekturtransfer bei. eduardkoegel.de | seam-encounters.net
Gespräch mit der Autorin Miriam Rebhun
Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
Di 27. Januar 2026 | 19 Uhr
Jüdisches Gemeindehaus Fasanenstraße 79-80 | 10623 Berlin Großer Saal | Eintritt frei
Bei der Ankunft der Alliierten 1943 lebten noch 534 Juden in Neapel. Eine von ihnen ist die 19-jährige Luciana. Sie verliebt sich in einen Soldaten der jüdischen Brigade, dermit der britischen Armee nach Italien gekommen war. Er heißt Heinz Rebhun, stammt aus Berlin und war 1936 zusammen mit seinem Zwillingsbruder Kurt nach Palästina ausgewandert. Wenige Monate nach ihrer Heirat ist der Krieg vorbei, Heinz muss mit seinem Bataillon nach Palästina zurück und trifft dort auf seinen Bruder, der mit der britischen Armee in Frankreich und Griechenland gewesen war. Im Mai 1946 wird Heinz' und Lucianas Tochter Miriam in Neapel geboren, zwei Monate später zieht sie mit dem Kind zu ihrem Mann nach Haifa. Hier lernt sie Kurt und dessen junge Frau kennen und beginnt, sich an ihr neues Leben zu gewöhnen. Doch im Januar 1948 wird Heinz bei einem arabischen Überfall auf einen Bus bei Haifa getötet. Kurt sorgt noch für die Rückfahrt der am Boden zerstörten Luciana und ihres Babys nach Neapel, bevor auch er drei Monate nach seinem Bruder im Unabhängigkeitskrieg fällt. Im Laufe der Jahre begibt sich Miriam Rebhun auf die Spuren ihrer Herkunft. Stück für Stück setzt sie die unglaubliche Geschichte ihrer Familie zusammen und hält sie in ihren Büchern fest. Anlässlich des Ge- denktages 2026 erzählt sie diese Geschichte nun in der Stadt, in der sie nach über 75 Jahren ihre Cousine Daphna wiedergefunden hat.
Auf Italienisch und Deutsch mit Simultanübersetzung. Eine Veranstaltung des Italienischen Kulturinstituts Berlin in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde zu Berlin
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