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»Juden in der DDR«. Porträts

»Juden in der DDR«. Porträts

Annetta Kahane, Martin Jander, Nora Pester, Judith Kessler

BUCHVORSTELLUNG

 

Do 23. Februar 2023 | 19 Uhr

Jüdisches Gemeindehaus Fasanenstraße 79-80 | 10623 Berlin

Kleiner Saal | 10,-/8,-

 

»Juden in der DDR. Jüdisch sein zwischen Anpassung, Dissidenz, Illusionen und Repression. Worin besteht die Besonderheit der deutsch-jüdischen Nachkriegsgeschichte in der DDR? Nach Shoah, Verfolgung, Lager und Widerstandskampf kehrten etliche deutsche Juden in die DDR zurück, um den Sozialismus aufzubauen. Trotz massiver antisemitischer Verfolgungen im Winter 1952 blieben viele. Sie waren davon überzeugt, in der DDR besseren Schutz vor alten Nazis zu finden als im Westen. Ihre Jugend in zionistischen und sozialistischen Gruppen verband sie mit einer Ideologie, die allein im Kapitalismus die Ursache allen Übels, also auch des Antisemitismus, sah. Doch der Antisemitismus verschwand nicht mit dem Kapitalismus und auch nicht durch Schweigen. Wie gingen Juden in der DDR mit ihrer jüdischen Identität um? In welchem Spannungsfeld zwischen Anpassung und Dissidenz, zwischen Illusion und Repression bewegten sie sich? Das Buch versucht diese Fragen anhand von Portraits bekannter Protagonisten zu beantworten: Victor Klemperer, Arnold Zweig, Paul Merker, Hertha Gordon Walcher, Rudolf Schottlaender, Leo und Rudolf Zuckermann, Joachim Chaim Schwarz, Julius Meyer, Stefan Heym, Helmut Eschwege, Eugen Gollomb, Fred Wander, Reimar Gilsenbach, Wolf Biermann, Jurek Becker und Barbara Honigmann.

Lesung und Gespräch mit Anetta Kahane, Martin Jander, Nora Pester, Judith Kessler

 

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