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ZUM 70. JUBILÄUM DES STAATES ISRAEL
Kurs Nr. 2  Biblische Literatur
Esra und Nehemia − Wiederaufbau des Tempels und Neuordnung des mosaischen Gesetzes. Wer ist Jude? – Familienrechtreform im Zuge der Staatsgründung


7.3.–27.6.2018 | Mi 15.45–17.15 Uhr | Raum 9
Kursgebühr: 90,- | ermäßigt €60,-

! Mindestteilnehmerzahl 8 Personen, bei 10 Personen kann die Ermäßigung
gewährt werden.

Durch den Erlass des Perserkönigs Kyros erhalten die verbannten Judäer die Erlaubnis, nach Jerusalem heimzukehren und den Tempel wiederaufzubauen (Esra 1-6). Der Priester und Schriftgelehrte Esra fährt nach Jerusalem, um in der Heimat, die Verhältnisse nach den Gesetzen der Torah zu ordnen (Esra 7-10). Das gleiche Anliegen hat auch Nehemia, ein hoher Beamter des persischen Hofes: Es geht um eine Reform des religiösen Lebens und die Beseitigung von Missständen (Nehemia 7-13). Die gleichen Ansätze finden sich im modernen Israel, kurz vor der Staatsgründung, wieder. Die Gründerväter Israels, die gar nicht religiös waren, haben stets darauf geachtet, die Verbindung zur Tradition aufrechtzuerhalten, und der kleinen ultraorthodoxen Gemeinschaft eine relative Autonomie zugebilligt. Die kleinen religiösen Parteien waren stets das Zünglein an der Waage. Das war bei den Vorbereitungen zur Staatsgründung so, als David Ben Gurion den Führern der ultraorthodoxen Partei Agudat Jisrael 1947 u. a. versprechen musste, das Familienrecht komplett dem Oberrabbinat zu unterstellen. Damals führte die Reform zur Auflösung von Mischehen und bis heute wird die Frage gestellt: Wer ist Jude? Für Heirat und Scheidung sind bis heute die Rabbinate zuständig; Frauen dürfen kein rabbinisches Recht sprechen.
Vor diesem Hintergrund wollen wir sowohl den biblischen Text lesen und interpretieren, aber auch die heutige Rechtslage thematisieren. Hebräischkenntnisse sind nicht erforderlich, aber vom Vorteil. Die Texte werden im hebräischen Original und in deutscher Übersetzung vorgestellt.

DOZENTIN: DR. SYLVIA POWELS-NIAMI, studierte Semitistik, Arabistik, Islamwissenschaften und Judaistik an der Freien Universität Berlin sowie an  der Hebräischen Universität in Jerusalem. Seit 1994 Dozentin für Religionswissenschaft/Jüdische Studien an der Universität Potsdam; Schwerpunkte Aramäisch, sephardisches und orientalisches Judentum.

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